Evangelische Kirchengemeinde Igersheim
       Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Matthäus 28,5          

Für das Stöbern auf unseren Seiten ein kleiner, hilfreicher Hinweis: 

Die Seiten sind so aufgebaut, dass Sie den chronologischen Verlauf sehen,

wenn Sie nach unten scrollen.  


Der Andachtskalender macht im August Sommerpause - 

ab dem 1. September wird aus dem Abendkalender ein Schöpfungskalender -  

dann eine tägliche Andacht zu den Schöpfungsliedern im Ev. Gesangbuch 

Ein Abendkalender mit täglichen Andachten

zu Abendliedern aus dem Ev. Gesangbuch -

um sich nach des Tageslauf noch einmal besinnen zu können, 

Kraft und Zuversicht zu bekommen

und den Tag getrost und gesegnet

in Gottes Hände legen zu können.


alle Texte:                       

Uwe Krauß

Bilder / Zeichnungen / Bibeltexte: 

Igersheimer Bibel


Fotos:  

siehe Namen              

wenn kein Name unter dem Foto steht, 

ist das Bild von Uwe Krauß aufgenommen


31. Juli

„…er ist´s der auch dein Licht und Dunkel kennt…“

aus: Ev. Gesangbuch 563: Der Herr segne dich und behüte dich


Foto: Pixabay


da 

gibt es


Licht 

und 

Schatten


in deinem Leben

 

bei wem nicht

 

du tust viel dafür

dein Dunkel 

zu verbergen

 

wer tut das nicht

 

du legst dich ins Zeugs

um dich 

im besten Licht 

darzustellen

 

wer macht das nicht

 

aber

es ist 

unnötig

 

wer wüsste das nicht

 

weil ER

nicht sieht 

was vor Augen ist

sondern

ER sieht das Herz an

 

kennt 

dich


liebt 

dich


segnet 

dich


behütet 

dich


mit 


deinem 

Licht


deinem 

Dunkel

 

du musst

keine Rolle 

spielen

 

du bist

so 

wie du bist

angenommen

 

was 

genau genommen

dir schon

von deinem ersten Atemzug

klar

gewesen ist

 

du hast es nur

unterwegs 

vergessen

 

deshalb

erinnere ich dich 

jetzt 

daran

 

du bist geliebt -

sei frei

 

„…er ist´s der auch dein Licht und Dunkel kennt…“


30. Juli

„…kennt auch dich und hat dich lieb…“

aus: Ev. Gesangbuch 511: Weißt du wieviel Sternlein stehen   

Foto: Pixabay


zähl die Sterne

blick die Unendlichkeit

spann die Seele weit und weit

spür die Ferne

 

es kann schon sein

dass keiner dich kennt

niemand dich beim Namen nennt

dass erlischt dein Lebensschein

 

es ist auch möglich auf der andern Seite

dass einer dich aus Nichts erschuf

 am Ende klingt erneut sein Ruf   

mit Liebe er dein Weg begleite  

 

wir wissen nicht was kommt was wird

wir warten ab wir sind gespannt

ob nicht zum Schluss die Vaterhand

uns dann in alle Weite führt

  

„…kennt auch dich und hat dich lieb…“ 

 


 

29. Juli

„…du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht…“

aus: Ev. Gesangbuch 376: So nimm denn meine Hände

 

Foto: Pixabay


                     das Ziel                      

was ist 

das Ziel


wenn wir rennen

hasten

jagen

ziellos

planlos

das Leben 

hinter uns bringen

 

das Ziel

was ist 

das Ziel


wenn wir 

leben

lieben

leiden

gewinnen

verlieren

weinen

lachen

 

das Ziel

was ist 

das Ziel


wenn wir

merken

wie uns 

die Zeit

wie Sand

durch die Hände

rieselt

 

die Nacht kommt

einer 

muss uns führen

wenn 

wir kaum noch 

sehen können

außer schwach

die Konturen unseres Seins

 

die Nacht kommt

einer 

muss uns 

an der Hand nehmen


geleiten

an Abgründen 

vorbei


durch 

Todschattenschluchten 

hindurch


zur grünen Aue

an den

 gedeckten Tisch

auf dem 

morgenfrisch

Kaffee dampft

Brot 

nach geröstetem Weizen

 duftet


und er sagt:

Komm

nimm Platz

hier 

bist du 

am Ziel

 

werde ruhig

atme auf

sei mein Gast

 

werde

der du bist

„…du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht…“


28. Juli

„…den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen…“

aus: Ev. Gesangbuch 365: Von Gott will ich nicht lassen


ach

diese kleinliche Angst

zu kurz zu kommen

 

wie sie uns

lähmt

 

ach

dieses Sehnen nach Mehr

dieses Haben-Wollen

 

wie uns das

die Räume 

einengt

 

was braucht es mehr

als das 

täglich Brot


das Lachen

der Lieben


die Kraft

für das Tagwerk


und abends

müde und satt

ins Bett sinken zu können

dabei denken:


ich habe mich eingebracht

mit meiner kleinen Kraft

dem Leben

Sinn abgetrotzt

 

Gott tut mich wohl versorgen

wo ich auch sei im Land

am Abend und am Morgen

 

keine Angst

wir geh´n uns nicht verloren

 

weniger Haben

mehr Sein

 

nicht zu kurz kommen

sondern

den langen Atem des Vertrauens haben

 

im Rhythmus sein

jeder Tag

Gabe

und 

Aufgabe

 

jede Nacht

einen tiefer Seufzer nehmen

um wieder

zu Luft zu kommen

 

Gelassenheit 

entwickeln

auf dem Weg 

zum Menschsein


„…den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen…“


27. Juli

„…der bei ihm suchet Ruh…“

aus: Ev. Gesangbuch 351: Ist Gott für mich so trete gleich wider mich

 

Lärm macht krank

so viel Lärm

unnötiger Lärm

 

Bassgedröhne

aus Musikanlagen

von 3000 Jugendlichen in Berlin

die trotz Corona denken

sie hätten 

ein Recht zu feiern

 

Lärm macht krank

so viel Lärm

unnötiger Lärm


Stoßstange an Stoßstange

von Autos

die sich durch Ortschaften lärmen

drinnen am Lenkrad 

Menschen

die im Urlaubmachen

ein Menschenrecht sehen

 

Lärm macht krank

so viel Lärm

unnötiger Lärm

 

doch in der Ruhe

liegt 

die Kraft


ich kann noch träumen

weiß von der Stillen Mitte

weiß alles Tun ist ein Versäumen

und jedes Wort ist eine Bitte

um Rückkehr

in die Schweigsamkeit

 

ist nicht jede Nacht

ein großes Atemholen

ein Zur-Ruhe-Kommen

um am Morgen

neu zu hören

 

den Klang des beginnenden Tages

Tautropfen

die auf Blätter fallen

Frühlied der Amsel


sanftes Erwachen

des Lebens

allerorten

 

die Urlauber stehen im Stau

die Jugendlichen

schlafen ihren Rausch aus

 

wir aber stehen da

nach seelenruhiger Nacht

mit ausgebreiteten Armen


und 


begrüßen 

den neuen Tag

mit:


Danke Gott 

dass ich leben darf


„…der bei ihm suchet Ruh…“ 



26. Juli

„…gute Nacht ihr Sünden / bleibet weit dahinten…“

aus: Ev. Gesangbuch 396: Jesu, meine Freude


sich verabschieden

von all dem

was uns 

zerstören will

 

weitergehen

in den Tag


all das

was uns trennen will

vom Sinn


lassen wir 

weit 

hinter uns

in 

der 

Nacht

 

loskommen

wollen wir

von 

den Fesseln


die Freiheit

der Kinder Gottes 

schmecken

 

manchmal

braucht es

dazu nur

einen 

ernsthalten 

Entschluss

 

das 

Jammern 

beenden

 

sagen:

Ja

 

und:

ich will

 

und:

ich werde

aufrecht stehen

 

denn was uns

beugen will

haben wir

mit 

Gottes Hilfe

hinter uns gelassen

 

in der Freiheit

des 

Glaubens

ist es

leichter

als

gedacht

 

dem Licht

wollen wir

entgegenwachsen


und

in aller Offenheit


das Blühen

ebenso

wie das Fliegen


stets 

neu 

erlernen

 „…gute Nacht ihr Sünden / bleibet weit dahinten…“


25. Juli

„…wenn schwer die Augenlider / das schwache Herz mit Frieden füllt…“

aus: Ev. Gesangbuch 665: Gelobt sei deine Treu

 

 Bettschwere

Liderschwere

Erdenschwere

 

ins Bett sinken

die Erde 

zieht 

uns an


gravitätisch

 

wir landen


begrenzen 

unsern Radius


lassen los

 

legen 

aus den Händen


spüren 

das Vergehen


verrinnende 

Zeit

 

werden 

müde


können 

nicht mehr


brauchen 

nichts


außer 

Ruhe

 

so vieles 

treibt uns um


dennoch


beschwert 

uns 

übers gute Maß hinaus


macht uns 

unruhig


stört 

den Frieden

der 

sich ausbreiten will

 

abgeben

was wir jetzt 

eh

nicht 

lösen können

 

uns 

einhüllen


in den

Mantel seiner Liebe


darauf 

vertrauen

dass er uns 

morgen

mit der güldnen Welle des Lichts

das Ungemacht 

nimmt

 

spüren

wie sich

in unserm schwachen Herz

sein Friede 

ausbreitet


und 


uns

stark macht

   über Nacht 


denn 


den Seinen

gibt’s der Herr

im Schlaf

 

Gute Nacht

 

„…wenn schwer die Augenlider / das schwache Herz mit Frieden füllt…“ 


24. Juli

„…die Sonne, die uns sinkt, bringt drüben / 

den Menschen überm Meer, das Licht …“

aus: Ev. Gesangbuch 266: Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen

 

Ansichtssache


 alles 


eine 

Frage 

der 

Perspektive

 

Sonnenuntergang 

bei uns


Sonnenaufgang 

bei anderen


Dunkelheit

Licht


steter 

Wechsel

              

beständig aber

nicht 

verhandelbar

Licht

das sich 

wieder 

und 

wieder

durchsetzt

gegen 

Dunkelheit

 

bis am Ende

im 

Dunkel des Nichts


der 

neue Anfang

aufstrahlt 

im 

Morgenglanz der Ewigkeit

 

Werden

Blühen

Vergehen


Werden

 

eine Frage

der Perspektive

 

man sieht

nur 

mit dem Herzen 

gut

 

die Erde rollt dem Tag entgegen

wir ruhen aus in dieser Nacht

 

in der 

großen Gewissheit


unauslöschbar

wird 

am Morgen


Licht


leuchten 


uns


und 

den 

Menschen


am 

andern 

Ende

Anfang


„…die Sonne, die uns sinkt, bringt drüben / den Menschen

überm Meer, das Licht …“


23. Juli

…Gottes Sohn o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund… 

aus: Ev. Gesangbuch 46: Stille Nacht



dass 

mich 

einer

anlacht


aus der Reserve

lockt


Lachen 

ist ansteckend

und 

es befreit

wenn es 

ein 

freundliches 

angenehmes 

Lachen 

ist

 

hier lacht die Liebe

aus dem göttlichen Mund …

ein lachendes Kind

glucksend vor Glück

 

es lacht nicht 

über etwas

sondern es lacht 

an


mich

dich


dann wird unser Mund 

voll Lachens sein …

und wir werden sein 

wie die Träumenden

die mit Tränen säen

werden mit Freuden ernten

 

weil Gott mich anlacht –

mich einlädt


am Anfang 

und 

am Ende: 


ein Lachen

Glück pur

Liebe

 

es wär doch 

gelacht

wenn es anders wäre


nachdem 

Gott 

abgewischt hat

alle Tränen 

von unsren Augen

 

wir schlafen ein

mit 

einem Lächeln 

im Herzen 


…Gottes Sohn o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund… 


22. Juli

„auch wer zur Nacht geweinet / der stimme froh mit ein“

aus: Ev. Gesangbuch 16: Die Nacht ist vorgedrungen…

             

                                                                                                                   Foto: Igersheimer Bibel


so viele Tränen

Nacht 

für 

Nacht


wenn niemand hinschaut

ich mich nicht schämen muss

allein mit meinem Schmerz

 

so viele Tränen …

Nacht für Nacht

keine Hoffnung 

für den Morgen

 

für den Gefolterten 

in der Zelle


für den Kranken 

im Sterbebett


für die

die mit ihrer Familie 

vor den Bomben 

flüchtet

 

so viele Tränen

 

und siehe: 


Gott wird abwischen

alle Tränen 

von ihren Augen


und der Tod 

wird nicht mehr sein

noch Leid 

noch Geschrei 

noch Schmerz

wird mehr sein


denn das Alte 

ist 

vergangen


siehe

Neues 

ist geworden

 

auch wer zur Nacht geweinet /

der stimme froh mit ein /

der Morgenstern bescheinet / 

auch deine Angst und Pein


so viele Tränen

nicht 

umsonst 

geweint

 

der Gefolterte

wird Freiheit schmecken

 

der Todkranke

wird leben

 

die Fliehende 

wird mit ihrer Familie

in der Stadt des Friedens 

Heimat finden

 

Hoffnungsbilder

Erlösungsbilder

 

es wird 

der Tag 

kommen

 

lasst uns 

in Gottes Namen

dafür arbeiten


dass 

er 

schon jetzt 

anbricht

 

„Auch wer zur Nacht geweinet / der stimme froh mit ein“

  

21. Juli

„…Halt in Bedrängnis…“

aus: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder 147:

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht

                             

Bedrängende Fragen

so vieles an Not

an Krankheit Leid und Tod

müssen Menschen ertragen

 

du bist mitten im Leben

und doch so dicht am Vergeh´n

musst so viel Schlimmes übersteh´n

bist von Zerstörung umgeben

 

du fragst dich wo gibt es Halt

wo finde ich Segen

wem kann ich meine Sorgen in seine Hände legen

ach - ich fühl mich so schwach und so alt

 

nun höre: mach aus allem ein Gebet

falt deine Hände

bitt Gott um Ende

von dem was dich quält

 

und dann schau ob sich etwas zum Guten hin wandelt

vertraue darauf dass nicht ewig die Not

eines Tages – bald – kommt alles ins Lot

weil Gott mit Liebe an dir handelt

 

„…Halt in Bedrängnis…“ 


20. Juli

„…wenn der Tag entschwindet…“

aus: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder 117:

Demos Gracias


                                                                                                                                    Zeit

uns 

aus den Händen 

rinnt


Tag um Tag

entschwindet

 

wer sammelt

unsere 

Zeit


die 

ausgekostete

die 

verschwendete


die 

erfüllte

die 

nichtige

 

wer hält uns

wenn wir

entschwinden

nach ein paar Jahrzehnten

auf dem 

Staubkorn Erde

 

wer trägt uns

wenn die Kraft 

entschwindet

und 

die Perspektiven

 

wenn wir 

nach und nach

erkennen


wie 

brüchig 

der Boden

auf dem wir 

stehen

 

in die Scheunen

der Vergangenheit

sammeln wir

Augenblick

 um 

Augenblick

 

ER

stellt sie ins Licht

seiner Gegenwart

 

damit wir nicht

ewig Gestrige 

sein müssen


sondern


ewig Heutige 

sein können


mit

grenzenloser 

Zukunft

 

in seiner Liebe

gesegnet

behütet

bewahrt

auch wenn uns

Tag um Tag 

entschwindet

sind wir

Bleibende


in 

Glaube 

Hoffnung 

Liebe

 

„…wenn der Tag entschwindet,

bleibt er das Licht auf meinem Lebensweg…“


19. Juli

„…die mir verbunden sind…“

aus: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder 109:

Behüte, Herr, die ich dir anbefehle

 

 wer 

reich 

ist


entscheidet sich nicht

am 

Bankkonto

 

wer 

reich

ist


lässt sich nicht ablesen

an den 

Insignien der Macht

 

Reichtum


zeigt sich

vor allem in Krisenzeiten

in der 

Verbundenheit

die einer hat


zu 

Menschen


zu 

seiner Bestimmung


zu 

Gott

 

der ist 

reich 

zu nennen


der 

geborgen

in sich ruht

wie im Auge des Sturms


tief verbunden

mit all dem Leben

das ihn umgibt

 

der ist mit 

wahrem Reichtum 

beschenkt


der 

in jedem Augenblick 

versucht

mit 

seiner kleinen Kraft

dem Leben

Sinn 

abzutrotzen


und 

der trotz 

all der Niederlagen

wieder und wieder

aufsteht


mit nichts in der Hand

als der Zusage:


ICH BIN MIT DIR

 

verbunden

mit dem 

Nächsten


verbunden

mit 

Gott


verbunden

mit 

mir

 

alles auf 

diese Karte 

setzen:


Wagnis Liebe

 

das reicht

um

vom ersten bis

zum letzten 

Atemzug


reich 

zu 

sein


gesegnet

behütet 

befreit


„…die mir verbunden sind…“


18. Juli

„…es kommen Engel und tragen mit…“

aus: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder 18:

Der Lärm verebbt

Foto: Igersheimer Bibel


dass es

gute Mächte sind

die uns tragen

steht außer Frage

selbst bei denen

die meinen

es gäbe keinen Gott

und

die Kirche sei überflüssig

 

und doch 

braucht es

offensichtlich

Menschen 

die die Erzählungen

weitergeben

an Lagerfeuern

Gute-Nacht-Betten

in heiligen Räumen

 

wie arm

wäre eine Welt

ohne die Hoffnung

dass es doch einen Gott gibt

ohne die Gemeinschaften

die das Feuer der alten Erzählungen

für die Gegenwärtigen

neu entzünden

 

wie arm

wäre eine Welt

in der nur jeder

nach seiner Façon glücklich wird

ohne das Verbindende unter Gleichgesinnten

ohne die Gemeinschaft

und das Bezogensein

auf eine Wahrheit

die größer ist

als mein kleiner Horizont

 

es kommen Engel

gute Mächte

die uns wunderbar geborgen

tragen

durch die Zeiten

 

die uns erinnern:


einer ist da

der uns segnet

unsere Füße

auf weiten Raum stellt

 

der uns

wenn die Nacht kommt

birgt

unter dem Schutz seiner Flügel


uns hält 

in der 

Gemeinschaft der Gläubigen


„…es kommen Engel und tragen mit…“


17. Juli

„…lasse nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht…“

aus: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder 11:

Christus, dein Licht

 

wem

öffne ich

mein 

Ohr

 

für 

wen

öffne ich

mein 

Herz

 

wem

schenke ich

mein 

Vertrauen

 

in diesen krisenreichen Zeiten


wo so viel

gesprochen

berichtet

gerechnet

 

widersprochen

Wahrheiten

Zahlen 

verdreht

 

dem glauben

der es wirklich

gut 

mit mir

und 

der Welt 

meint

 

und 

nicht

 

sein eigenes Süppchen kocht

 

genau 

hinschauen

wachsam sein

nachdenken

sich gut informieren

niemandem

auf den Leim gehen

der 

meine Seele 

fangen will

 

Gott bitten

um

die Gabe 

der Unterscheidung

um 

den Geist

der in die 

Freiheit 

führt

 

sich nicht irremachen lassen

von Hysterie

sich nicht reduzieren lassen

auf Verharmlosung

 

offen sein

einen eigenen Standpunkt 

entwickeln


mit Gottes Hilfe

ein Segen sein


„…lasse nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht…“


16. Juli

„…du Gott des Friedens…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 673:

Der Abend kommt


wer 

von

Gott 

spricht


spricht

von 

Friede

 

wenn in seinen Worten

nicht der 

Friede 

wohnt

sucht man

in seinen Ausführungen

Gott 

vergebens

 

wer 

von

Gott 

spricht


spricht

von 

Liebe

 

wenn in seinen Bildern

nicht die 

Liebe 

brennt

sucht man

in seinen Vergleichen

Gott 

vergebens

 

wer 

von

Gott 

spricht


spricht

von 

Segen

 

wenn in seinen

Sendeworten

nicht die 

Bewahrung 

wohnt

sucht man

in seinen Wünschen

Gott 

vergebens

 

sprich

mir 

von


Friede

Liebe

Segen

 

nur so

kannst 

du

mir


von der 

Last dieser Welt


ein 

Aufatmen

schenken


wenn du mir

von 

Gott 

sprichst

 

mach

nicht 

eng


mach 

weit


deine 

Rede


damit 

in mir


Liebe

Friede

Segen


Raum 

gewinnt


und 

ich atmen kann

wenn du

von

Gott 

sprichst

 „…du Gott des Friedens…“


15. Juli

„…dass ich das Glück von dem ich leb an andre weitergeb…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 672:

Heut war ein schöner Tag


wir 

jagen

wir 

sammeln

wir 

schauen

 

nach 

uns

 

wir 

horten

wir 

krallen

wir 

sehen

 

nach 

uns

 

aber 

davon 

werden wir

nur selten 

glücklich

 

zu viel

Haben

 

zu wenig

Sein /

 

besser


ich 

empfange

werde ohne mein Zutun

komme zur Ruhe

 

bei dir

 

schenke

lasse los

glücke mir

 

bei dir

 

gebe ab

sehe weiter

atme tiefer

 

bei dir

 

davon 

werde ich

so oft 

glücklich

 

so 

wenig

Haben müssen

 

so 

viel

Sein können

 

geborgen

von meinem Ego 

losgekommen


kein Jäger und Sammler 

mehr

 

sondern 

geliebt 

weil 

gefunden


bei dir 

im Glück 

angekommen


„…dass ich das Glück von dem ich leb an andre weitergeb…“ 


14. Juli

„…der Zeiten Ursprung…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 671:

Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände


wir 

fallen

durch 

Raum 

und 

Zeit

 

sind 

zuweilen

ewig Gestrige


ein andermal 

fast

auf der Höhe der Zeit


und dann 

wieder

der Gegenwart 

voraus

 

ach


   im Jetzt  

zu leben

den Augenblick

ganz 

auszukosten


ohne sich

in den Zeiten

zu verlieren

 

zurückgehen

an die Quelle

an der Zeiten 

Ursprung


wo der wartet

der mir

meine Zeit gegeben

 

meine Zeit

steht in seinen Händen


quellfrisch

fließt sie mir

durch 

die 

Adern

 

tickt

Herzschlag um Herzschlag

in 

mein 

Leben

 

ach

 

wenn es ich

doch nur

öfter 

wahrnehme

 

bin

 

lebe

 

ohne Angst 

vor 

Morgen

 

im

Hier und Jetzt


am 

Puls

der Zeit


„…der Zeiten Ursprung…“

  



13. Juli

„…Gute Nacht! Nimm mich in Acht…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 670:

Hirte deiner Schafe

 

lasst 

uns 


achtsam 

sein


Achthaben

auf das Leben

das überall 

leben 

will

 

die Hummel

die Dahlie

die Zinnie

die vorsichtig 

ihre Blüte 

entfaltet

 

der Schmetterling

der 

seidenleicht

 sich heben lässt

im Wind 

kurz landet

windhüpfend 

dann

weiter zieht

 

achtsam sein

du bist 

Leben

inmitten 

von Leben

das

leben will

 

die Menschen

um dich her

jeder 

eine eigne kleine Welt

die er 

mit sich trägt

 

wie schön

wenn manchmal

Welten 

sich begegnen

 

achtsam sein

im Augenblick

um

 Augenblick

 

dass 

wenn am Abend

dein Augenblick

zur Ruhe 

ausschwingt

 

du spürst

wie achtsam

ER

mit dir

den ganzen lieben langen Tag 

umgegangen

 

dich auf Händen 

getragen

oft ohne 

dass du es gemerkt

 

außer vielleicht

 in dem Hauch Segen

der dich 

umgeben


und 

der dich jetzt 

sanft

 umhüllt


dich 

in Acht nimmt


in dieser Nacht


auf dich

Acht 

gibt

 „…Gute Nacht! Nimm mich in Acht…“


12. Juli

„…Leid und Zeit ein Ende hat…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 669:

So ist die Woche nun geschlossen

 

es gibt Tage

da bringt 

der Schlaf

ein paar Stunden

Erlösung


von dem 

was 

schmerzt

was wir 

erleiden


es gibt

Morgen

Tage

die man nur 

erträgt

mit der Gewissheit

dass 

der Abend 

kommen wird


mit ihm

die Nacht

die mich

 in ihre 

Arme 

nimmt

 

das Dunkel

birgt 

in sich

tiefen Trost


über 

eine friedlose Welt

legt sich

Friede

 

wer kennt sie nicht

diese Nächte

in denen sich

das Blatt 

wenden kann


zum Heil hin

und 

zum Glück


wenn

Leid und Zeit

für ein paar Stunden

ein Ende hat

 

und sich

im Schlaf

das Pendel

leis 

ausschwingt


um 

am Morgen

neu

zum Leben

auszuschlagen

 „…Leid und Zeit ein Ende hat…“


11. Juli

„…verleihe uns…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 493:

Eine ruhige Nacht



ist nicht

alles 

was uns trägt

in Wirklichkeit

verliehen

 

uns

wie ein Ehrentitel

anvertraut

 

da 

sagt 

Einer

zu 

uns:

 

Mensch

 

und:

 

mein

nie vergessenes 

Kind


in alle Ewigkeit

geliebt


verliehene Würde

unverlierbar

unantastbar

 

Getragene

sind wir

manchmal 

gar

Ertragene

 

und doch

spricht Einer

über uns

den 

Segen

 

verleih

uns Frieden

gnädiglich

 

verleihe uns

eine

ruhige Nacht


und


ein 

selig Ende


am Abend

dieses Tages

 

und

wenn es sein kann

 

ein

selig Anfang


im Licht 

des neuen Morgen


 „…verleihe uns…“


10. Juli

„…lasst die Sorg…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 492:

Ruhet von des Tages Müh


locker lassen

ganz locker lassen

sagt der Arzt bei der Spritze

 

der hat gut reden

 

entspannt

ganz entspannt

meint die Physiotherapeutin

während der Behandlung

 

die hat gut reden

 

die Sorge lassen

einfach loslassen

flüstert mir Gott

am Abend

vor der Nacht

sanft zu

 

der hat gut reden

 

es stimmt

sie haben alle 

gut geredet

 

der Muskel schmerzt

nicht nach der Spritze

 

das Knie erholt sich

nach der Operation

 

der Morgen kommt

hellwach

nach ruhigem Schlaf

 

wir sollten mehr

auf die hören

die gut

zu uns reden

 

wenn 

wir davon ausgehen können

dass sie es gut

mit uns meinen

tiefer vertrauen

 

aufhören

uns zu wehren

gegen die

von denen

wir sagen:

 

die haben gut reden

 

„…lasst die Sorg…“ 


9. Juli

„…wir halten nichts in Händen…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 491:

Bevor die Sonne sinkt


  kommen  

mit 

leeren Händen

 

gehen

mit 

leeren Händen

 

zwischendrin

in all den Jahren

halten wir 

fest

lassen wir 

los


haben wir

unsere Hände

überall 

im Spiel

 

kommen

mit 

leeren Händen

 

gehen

mit 

leeren Händen

 

damit uns

einer


am 

Anfang

 

und


am 

Ende

 

überreich

die 

Hände

mit seinem Segen

füllt

 

verlier

sein Blau

nicht

aus 

den Augen

 

seine

Gegenwart

die dich

leben 

lässt

 

am 

Anfang


im

Mittendrin


am 

Ende

 

Gott

füll

du uns 

die Hände

 

„…wir halten nichts in Händen…“ 


8. Juli

„…wieder…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 490:

Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder


alles ist Rhythmus


wenn wir 

aus dem Rhythmus 

kommen


kommen wir 

aus dem Takt

kommen wir 

aus dem Tritt


alles ist Rhythmus

 

es fließt

wieder und wieder

wenn es 

nicht fließt

werden 

unsere 

Bewegungen

unsere 

Handlungen


abgehackt

fahrig

im Stakkato

immer schneller

immer mehr

 

ohne Rhythmus

feste Riten

gehen wir

uns 

verloren

 

Glocken läuten 

am Morgen

am Mittag

am Abend

 

in diesen krisenreichen Zeiten

jeden Abend 

um 19.30 Uhr


innehalten

ein Gebet sprechen

den Atem spüren

den Rhythmus wiederfinden

den wir zuvor so 

eingebüßt


in unserem Rennen

Hasten

Jagen

Eilen

ohne Rhythmus

 

wieder und wieder

aufstehen

kämpfen

lieben

lachen

weinen

sich legen

wieder und wieder

 

einen Rhythmus 

finden


wieder und

wieder und

wieder

und …

„…wieder…“


7. Juli

„…gehe ein in deinen Frieden…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 489:

Gehe ein in deinen Frieden


 einen Weg  

in den Schlaf 

gehen


bewusst 

weggehen

von 

seiner Tage Werk

 

sich entfernen

Raum 

zwischen 

sich

und 

dem Lauf der Welt 

bringen

 

nicht mehr 

mitrennen

sondern

zur 

Ruhe

kommen

 

innehalten

die Richtung 

wechseln


unterwegs 

zum 

Frieden

 

Abendrituale 

entwickeln


Kopf 

leeren


Hände 

leeren


leicht 

werden

 

Bruchstücke des Tages

abgeben

Gottes Hände


der 

über 

Nacht


aus meinen 

Fragmenten


ein Ganzes 

machen kann


heilen 

 

den Seinen

gibt´s der Herr

im Schlaf


   in den Frieden gehen  


indem ich

gar nichts mehr 

tue


denke


plane

 

sondern

 

nur 

noch


bin

 

mich 

zudecken

mit dem

Urgrund Liebe

 

Gute Nacht

 

„…gehe ein in deinen Frieden…“


6. Juli

„…wenn ich den Halt verlier…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 488:

Bleib bei mir, Herr, der Abend bricht herein

        

Gehaltene

sind 

wir

von Beginn an

 

auf dem Arm der Hebamme

der Mutter

des Vaters

 

mitten im Leben

Gehaltene

 sind wir  

der Freund

die Frau

der Mann

 

die Umarmung

wenn die Kinder groß geworden

am Bahnsteig stehen

oder an der Gangway

 

ein letztes

Sich-Halten

 

am Ende

immer auch

Gehaltene

sind wir

 

wenn wir alt geworden

schwach

am Rollator gehen

gehalten 

gestützt

von denen

die mehr Kraft 

als wir

und 

weniger Zeit 

haben

 

in jedem Augenblick

von Gottes guten Händen

Gehaltene

sind wir

 

wer hilft mit sonst

wenn ich den Halt verlier

in Licht und Dunkelheit

Herr bleib bei mir

 

„…wenn ich den Halt verlier…“


5. Juli

„…der lässt keinen einsam sein…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 487:

Abend ward bald kommt die Nacht

          

dies Lied ist für die die einsam sind

mit Hoffnungsworten

allerorten

ob kleines ob erwachs´nes Kind

 

du fühlst dich elend bist allein

 kein Wort von dir ein Echo findet  

kein Handeln sich ins Leben windet

dein Herz will in der Stille schrei´n

 

dann halte durch verzweifle nicht

in deiner schlimmen Einsamkeit

öffne dich sei doch bereit

im Dunkeln scheint ein warmes Licht

 

es legt sich schützend über dein Gemüt

der Liebe Gottes zarter Segen

wird dich umhüllen allewegen

er ist es der dein Herz behüt

 

zum Beten faltest du die Hände

bittest für die die noch einsamer als du

ersehnst für Schlaflose sanfte Ruh

bleibst nicht begrenzt auf die vier Wände

 

du bist befreit du fühlst dich leicht

bist nicht allein im Weltgetriebe

es hält dich Mitgefühl und Liebe

weil Friede Kopf und Herz erreicht

 

du singst dein Lied für die die ihre Wege einsam leiden

mit Hoffnungstönen

willst versöhnen

andere mit Liebe kleiden

 

dein Gebet für andre lässt dir den Blick

lässt dir das Herz erheben

willst nicht an deinem Elend kleben

kümmerst dich um andrer Menschen Glück

 

und spürst im hellen Lichte Schein

bist nicht allein

 bist nicht allein   

„…der lässt keinen einsam sein…“ 



4. Juli

„…der mich in diese Nacht geführt, der leitet mich auch morgen…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 486:

Ich liege Herr in deiner Hut


               

die Augen schließen

mit

Hoffnung auf morgen

ist manchmal

der einzige Trost

der bleibt

 

wie viele Seufzer

wie viele

Ach

wohl jeden Abend

wortlos

zum Himmel steigen

 

wer kann sie zählen

 

und doch

wohnt ein Sehnen

in jedem Seufzer

dass es sich zum Guten wendet

das Leben

 

und doch

steckt in jedem Ach

die Saat

für eine bessre Zeit

 

die Augen öffnen

am neuen Morgen

nach überstandener Nacht

 

spüren

dass ER

mich durch die Nacht geführt

mich heute leitet


Tag um Tag

Nacht um Nacht

Morgen


 „…der mich in diese Nacht geführt, der leitet mich auch morgen…“


3. Juli

„…die anvertraute Zeit …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 485:

Du Schöpfer aller Wesen

 


und 

wieder


geht 

ein Tag 

vorüber


tickt

der Zeiger 

Richtung 

Mitternacht

 

die Zeit

die dir 

anvertraut


fließt dir 

aus den Händen

durch das Herz

 

wieder

leuchtet am Horizont 

der Abendstern


kommt 

verlässlich

ohne 

Hast

 

da draußen 

stehen Äonen 

still


während 

drinnen

die Sekunden

dir 

aus Händen 

fallen

 

kurz 

leuchtet

dein kleines Leben auf


zwischen 

Anfang 

und 

Ende

 

und 

doch


trägt 

jeder Augenblick


in sich


die 

Ewigkeit

im Kern

 

der Abendhimmel

lädt dich ein

zur 

blauen Stunde


in dir schwingt der Friede

aus

wie ein

zur 

Ruhe 

kommendes 

Pendel

 

Bilder des Tages

ziehen 

vorbei


ein 

Kaleidoskop

aus Farben

 

am schönsten

denkst du

war 


das Gelb der Blume im Wald

deren Namen 

du nicht kennst


und 


die Rose

rot

im Garten des alten Mannes

der 1001 Rosen 

blühen lässt

Jahr um Jahr


zusammen 


mit dem 

Blau des Himmels


bist du 

einen Atemzug lang 


geborgen


in den 

Grundfarben des Lebens


„…die anvertraute Zeit …“


2. Juli

„…müden Herzen sende Ruh …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 484:

Müde bin ich, geh zur Ruh

              

man kann so müde sein

so verzweifelt am Leben

so müde

über das immer gleiche Lied

von Ausreden und Unwahrhaftigkeiten

Gott diesen müden Herzen sende Ruh

 

man kann so müde sein

so begeistert am Dasein

so müde

weil man sich wohltuend ausgepowert hat

und kein Wort unnütz gesprochen

kein Handgriff umsonst getan

Gott diesen müden Herzen sende Ruh

 

die Nacht

deckt uns alle zu

mit ihrem Kleid

 

alles ist gut

 

für die Lebensmüden

und

für die Lebenswachen

soll morgen früh

nach ruhiger gesegneter Nacht

ein guter neuer Morgen beginnen

 

wach

hellwach

sollen sich beide ans Tagwerk machen

einander die Hand reichen

damit am Abend

ein guter Tag gewesen für beide

und sie müde

mit Aussicht

auf den neuen guten Morgen

sagen können:


Danke Gott

Danke dass ich leben darf

„…müden Herzen sende Ruh …“


1. Juli

„…bleibe …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 483:

Herr, bleibe bei uns


 

das

ist

unsere tiefste Sehnsucht

unser

letztes

Hoffen

Bangen

 

dass

einer 

bleibt


wenn 


alle

anderen

gegangen

 

und 


wir

alleine

stehen

vor dem Nichts

 

und


weil 

er 

bleibt


das Nichts

doch

Alles 

wird

was

wir uns 

je

erhofft

 

der Mantel

Liebe

der uns sanft

umhüllt


und 


schützt

was 

in uns

unser 

Kern

 

von guten Mächten

wunderbar 

geborgen


gehen 

wir

ohn 

Angst

ins 

Licht

 

in den 

nie

vergehenden 

Morgen

 

Herr

bleibe bei

uns

denn es will

Abend werden

und

der Tag

hat sich

geneiget

„…bleibe …“


30. Juni

„…und unsern kranken Nachbarn auch …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 482:

Der Mond ist aufgegangen


 

da sagen manche

es würden ja

nur 

alte und kranke Menschen

an den Folgen des Virus sterben


abgesehen davon

dass das so 

nicht stimmt


frage ich mich

ob diese Menschen

die zudem auch noch für Grundrechte und

Freiheit demonstrieren


schon einmal

ins Grundgesetz

hineingeschaut 

haben

 

dass die

Würde des Menschen

unantastbar ist

müssten sie doch 

dann auch begreifen

 

bevor sie

von

„nur Alten und Kranken“ sprechen

und mit diesem Satz

zeigen

dass sie nichts begriffen haben

von dem Schutz des Lebens

der sich in seiner Wahrhaftigkeit

gerade darin erweist

wie ich 

mit Alten und Kranken 

umgehe

 

mir scheint

es geht bei alledem

den nicht-so-Alten

und nicht-so-Kranken

um das möglichst ungehemmte 

Ausleben

ihrer eigenen Freiheit

 

dabei vergessen sie

dass sie eines Tages

möglicherweise

ganz schön alt aussehen könnten

wenn ihre eigenen Maßstäbe

an sie angelegt werden würden

 

wer das Virus verharmlost

setzt seine Freiheit

über den Schutz der Alten und Kranken

 

wie wäre es

wenn sie beim nächsten Sternenhimmel

den Mond meditieren würden

und dabei singen:

„…und unsern kranken Nachbarn auch …“


29. Juni

„…ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 481:

Nun sich der Tag geendet, mein Herz zu dir sich wendet


stets 

unterwegs

innerlich

äußerlich

 

Schritt

um

Schritt

 

Wanderer

zwischen

den 

Zeiten

 

am Wegrand

tauchen 

auf


Menschen

Gesichter

Landschaften

 

manche

kurz 

flüchtig

um wieder

im 

Vergessen

zu 

verschwinden

 

andere

wenige 

Wertvolle


begleiten 

dich

ein Leben lang

 

über dir

immer

das leuchtende

Angesicht

vom dem

der 

bei dir ist


vom 

ersten

bis zum

letzten 

Atemzug

 

der 

sammelt

dein 

Erlebtes


und 


bewahrt 

es dir


um 


es 

zu 

erlösen


wenn

 eines 

Tages

dein Wandern

sein 

Ziel gefunden

 

und 


weiter Raum

sich 

unbedroht 

heiter

 öffnet


wie 

ein Flügelschlag 

Licht

 

bis dahin: 


bleib 

nicht 

stehen


lass 

dich 

nicht beugen


gehe 


zuversichtlich 

aufrecht 


dem Gelingen 

entgegen

„…ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern …“ 


28. Juni

„…und wer nicht schlafen kann …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 480:

Nun schläfet man

                             


den Schlaf den kann man nicht erzwingen

es muss all Sorgen losgelassen werden

ohn allen Zwang sich fallen lassen erden

nur der Frieden tief innen mag erklingen

 

das leuchtet ein das lässt sich hören

denkst und denkst darüber nach

Gedanken jagen sich im Schlafgemach

so vieles will noch lärmen stören

 

so kannst du erst recht nicht schlafen

deckst dich zu und wieder auf

Schlaflosigkeit nimmt ihren Lauf

will alle klugen Räte Lügen strafen

 

die Nacht vorbei ein Morgen hell anbricht

dein Tag der wartet Lust und Last

schaust aus nach einer kleinen Mittagsrast

zu wenig Nacht zu viel an Licht

 

so reiht sich Tag an Tag und Nacht an Nacht

zu wenig Schlaf zu viel gedacht

hast du doch nicht  / das Glück dir lacht

weil Gott dich trotz allem / wach durch deine Zeit gebracht

 

„…und wer nicht schlafen kann …“


27. Juni

„…ich bringe, was ich kann …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 479:

Der lieben Sonne Licht und Pracht

 

wer sich

immer nur

schonen 

will


wird 


nicht 

erleben

wie ruhig

der Schlaf


nachdem 


er 

alles 

gegeben

 

wer sich

immer nur

raushalten 

will


wird 

nicht genießen

wie spannend 

und erfüllend 

es ist

mitzuspielen

 

also:


bringe 

was du hast


komm 

wie du bist


damit

das Leben

nicht 

an dir 

vorbeirauscht

           

hab

keine 

Angst


sei 

mutig


sei 

bereit


zu 

wachsen


zu 

blühen


zu 

werden

 

trag 

deinen Teil 

dazu bei


deine 

Gedanken


deine 

Visionen


deine 

Kraft


und 

sei sie

noch 

so gering

  

erlebe

was 

Gott


aus 

deiner 

kleinen 

Kraft


Großes 

machen 

kann

 

„…ich bringe, was ich kann …“



26. Juni

„…weicht, nichtige Gedanken …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 478:

Nun sich der Tag geendet hat

 

   meine 

Gedanken  

bestimmen

mein Sein

 

mein 

Sein

prägt

meine Gedanken

 

meine 

Gedanken

und

mein 

Sein

beeinflussen

meine Gefühle

 

will ich

eins sein

mit 

mir


und


in mir

 Frieden  

spüren

 

muss ich

die nichtigen Gedanken

vertreiben

 

damit

 

mein 

Denken

Gehalt 

gewinnt

  

mein 

Sein

Gestalt 

annimmt

  

mein

 Fühlen

Kontakt 

aufnimmt

 

mit dem

URGRUND

 

mit dem

WORT

 

mit der

LIEBE

 

deshalb:

„…weicht, nichtige Gedanken …“

  

25. Juni

„…Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 477:

Nun ruhen alle Wälder

 

es ist verwoben dieses bunte Band des Lebens

alles knüpft sein Los mit andrem Glück

ein fremdes Unglück fällt am Ende auch auf mich zurück

die Flucht davor ist meist vergebens

 

Tag folgt auf Tag und Nacht auf Nacht

Geburt auf Tod

Segen nach Not

so viel geweint so viel gelacht

 

also sollt´s dich doch  kümmern wenn in China ein Sack Reis umfällt

wenn woanders Hungersnöte schmerzen

dort leere Bäuche hier kalte Herzen

komm lass dich berühren vom schlimmen Lauf der Welt


   denn alles Leben ist Leben inmitten von Leben  

das leben will auf dieser Erde

so unsinnig also wenn ich Leben gefährde

anstatt dem Leben eine Chance zu geben

 

sieh die Bäume in den Wäldern

nimm wahr die Menschen in Dörfern Städten

alles Leben gilt´s  zu retten

Pflanzen und Tiere auf den Feldern

 

Trag deinen Teil dazu und sei am Start

leb mit Ehrfurcht deine Tage

werde niemanden zur Plage

der Kampf ist mühsam er ist hart

 

sei ein Segen in des Daseins feinem Gefüge

tu andern gut sei zärtlich stark

lass los zur Nacht gestalt den Tag

sei wahrhaftig ohne Lebenslüge

 

dann kann´s gelingen

wegen dir wird es für andre gut

machst Mensch und Tier und Pflanzen Mut

die dann ein Loblied auf dich singen

 

so soll es sein wir sind so viele

die es nicht beim Alten lassen

die Probleme bei der Wurzel fassen

aufrechter Gang fest im Blick sind unsre Ziele

 

Leben soll werden

und Hoffnung Liebe Glaube

auf dass uns niemand die Zuversicht raube

Friede auf Erden

für:

„…Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder …“ 



24. Juni

„…schaff dass mein Geist dich ungehindert schaue …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 476:

Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet

 

wie oft 

steht 

unsrer Sicht  


Ungutes 

im Weg


verletzte Eitelkeit

trübt uns 

den Blick

 

so vieles hindert uns

den Blick klar 

zu erheben


im Gegenüber

den Mitmenschen 

zu erkennen

 

wir werden blind und blinder

wenn wir uns 

nur auf das verlassen

was der erste Eindruck 

uns eingibt

 

wir machen unser Bild zurecht

und werden meist nur uns gerecht

die Mitwelt verliern wir aus dem Blick

so kommt kaum Resonanz zurück

 

gib Gott dass wir 

ungehindert 

schauen


diese Welt

wie du sie 

gemeint


diese Menschen

wie du sie 

geliebt


gib Gott dass wir 

ungehindert 

schauen


dich

wie du dich 

offenbarst

 

als

Liebe

Liebe

nichts 

als 

Liebe

 

schenk uns den Blick

der uns 

befreit

von unserm kleinen 

Ego

 

der unsre Augen 

öffnet


im 

Gesicht


in den 

Händen


in den 

Herzen

 

schenk uns

den 

unverstellten Blick


damit wir

frei 

werden


von dem

was uns am Leben 

hindern will

 

lass

 Licht

in 

unsre Seele 

fallen

 

„…schaff dass mein Geist dich ungehindert schaue …“ 


23. Juni

„…lass mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 475:

Werde munter mein Gemüte

 

von 

Bedrohung 

umgeben


allerorten 

Gefahr

  

spätestens 

wenn wir die Augen schließen

loslassen

in den Schlaf 

sinken

 

sind wir 

machtlos

wehrlos

ungeschützt

 

ausgeliefert 

dem 

Geschehen


um 

uns


in 

uns

 

nicht mehr 

Herr

über 

Gedanken 

Gefühle 

Stimmungen


(als ob wir das wären

wenn wir wachen …)

 

nicht mehr

Herr 

der 

Lage

 

wen wundert es 

dass wir immer wieder

aufgeschreckt

hochfahren 

aus dem Schlaf

 

im Schlaf

üben wir ein:


uns 

in die Hand 

eines Größeren 

zu begeben


darauf 

zu vertrauen

dass er uns mit 

seinem Segen 

zudeckt

schützt

behütet

 

Herzschlag 

um 

Herzschlag


langsamer 

werden


in uns ruhen


sanft und süß

empfinden:

FRIEDEN


   im Nachtgebet

alle Angst 

abgeben


für ein paar Stunden

sein

wie 

im Auge des Sturms


neu 

werden


erfrischt

nach 

überstandner Nacht


den Kampf 

wagen


Bote des Lichts 

sein


 „…lass mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh …“


22. Juni

„…zur Ruh …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 474:

Mit meinem Gott geh ich zur Ruh

 

wie eine Auszeit

nach einem wilden Rennen

von Termin zu Termin

 

alles muss

zur Ruhe kommen

zwangsläufig

läuft nichts mehr

damit sich nicht ausbreitet


das 

Virus


der 

Luxus


die 

Dekadenz


die 

Unachtsamkeit


die 

Gewissenlosigkeit


 wie eine Auszeit  

eine Bank


komm setz dich her

denk nach

über dein Leben

komm zur Ruh

 

schließ die Augen

ruh dich aus

und dann

lass dir


die Augen öffnen


sieh genauer hin


am besten

mit den Augen

deines Herzens

 

in der Ruhe

liegt die Kraft


setz deine Schritte 

bewusst


damit sich ausbreite


das 

Heil


das 

Reich Gottes


die 

Demut


die 

Achtsamkeit


die 

Menschlichkeit


die 

Genügsamkeit


die 

Dankbarkeit

 

lass los 

zur 

Nacht


geh los

am 

Morgen


du bist nicht ewig hier


nutze die Zeit

pflücke den Tag


sei bereit

 

„…zur Ruh …“ 


21. Juni

„…dein Wort ist wahr und trüget nicht …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 473:

Mein schönste Zier und Kleinod bist


wenn er 

Liebe 

sagt  


meint er 


Liebe

 

wenn er 

segnet


spendet er 


Segen

 

wenn seine Hände

heilend 

Bände sprechen


heilt er 


Leid

 

ein Wort

FÜRCHTE

trägt mich

durch 

mein Leben

 

ein Wort

DICH

hält mich

in 

der Nacht

 

ein Wort

DICH

öffnet mir

den 

neuen 

Tag

 

ein Wort

NICHT

macht mir Mut

auf 

neues 

Glück

 

so mache

ich mich

auf 

den 

Weg


mit 

nichts


als


seinem 

Wort

  im Herzen


damit 

aber


hab ich


alles


was ich 

brauche 

zum Leben 

 

weil 

er 

spricht

fürcht

ich mich 

nicht

 

getragen 

von seinem Wort

wachse ich 

über 

mich 

hinaus


dem 

Gelingen 

entgegen

 

„…dein Wort ist wahr und trüget nicht …“ 



20. Juni

„…der mich leit und führ …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 472: Der Tag hat sich geneiget


in diesen krisenreichen Zeiten  

wird unerbittlich offenbar

wie oft man auf dem Holzweg war

mit Hochmut einfach fortzuschreiten

 

es ist tatsächlich kaum zu fassen

wie eng begrenzt die Ego-Sicht

das Dunkel bringt und wenig Licht

statt weite Sicht nur finstre Gassen

 

in denen man sich trifft allein

mit seiner kleinen Sicht der Dinge

als ob davon das Heil abhinge

so wenig Sein und zuviel Schein

 

in diesen krisenreichen Tagen

muss man sein Ego überwinden

mit andern einen Weg dann finden

muss viel Gespräch Gemeinschaft wagen

 

damit über dieser armen Erde

ein neuer Morgen hell erscheine

und alle Menschen Hoffnung eine

dass Leben und dass Frieden werde

 

wir brauchen deshalb ein Gespür

gestirnter Himmel weit gespannt

Gottes Segen gutes Land

ER ist es der uns leit und führ

 

nach Nacht und Nacht

kommt Morgen steter Neubeginn

leg Gott doch deine Sorgen hin

vertraue seiner starken Macht

 

das Unheil kann ins Heil sich wenden

wenn du und ich gemeinsam bitten

verleih doch Gott Schwung unsren Schritten

gib Kraft und Sanftmut unsren Händen

 

lass dich berühren  sei doch offen

ich bin dein Feind nicht / Mensch wie du

lauf 1000 Schritt in deinen Schuh

dein Lachen lässt mich wieder hoffen

 

Du und ich wir sind gesegnet

Hand in Hand ist die Devise

gemeinsam besser durch die Krise

wie schön dass wir uns jetzt begegnet

 

„…der mich leit und führ …“ 



19. Juni

„…send uns deinen Engel …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 471: Die Nacht ist kommen

         Bild: Peggy Györkös             


versuch

noch 

einmal 

einzuschlafen

 

du 

holperst

und

stolperst

durch 

die 

Nächte

 

du 

schickst 

einen 

Engel

an 

andere


die von Sorgen schwer

um 

den Schlaf gebracht

 

der Engel passt auf

sagst du

dass nur friedliche Träume durchkommen


  blauer 

Flügel


liebendes

Flügelherz


und 

wenn er sanft

mit 

den Flügeln 

schlägt

sorgt 

er 

für ein laues Lüftchen

 

versuch

noch 

einmal 

einzuschlafen

 

von 

guten Mächten

wunderbar 

geborgen


atmest

du dich

tief 

und 

ruhig


in 

den 

Schlaf

„…send uns deinen Engel …“


18. Juni

„…unser armes Lied rühmet dich …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 470: Der du bis drei in Einigkeit


  wir dürfen  

nicht 

gemeinsam 

singen

wegen 

der

erhöhten Ansteckungsgefahr

 

also stehe ich

über dem Tal

meiner Kommune

 

sehe die Dächer

stelle mir 

die Menschen

in 

und 

vor den Häusern vor

 

ich

singe 

mein Lied


rühme 

unsern Gott

der uns

tausendundeine Möglichkeit gibt

ihm zu 

danken

ihn zu 

loben

 

bevor 

der Tag

zum

Abend

wird


und


der Abend

zur 

Nacht 


 

singe 

ich


in der 

Hoffnung


in der 

Gewissheit


dass 

bald schon

bald

 

unser 

gemeinsamer 

Lobgesang


am 

Morgen


und 


am 

Abend


aus der 

Tiefe 

zum 

Himmel 

steigt

 

Gott zur Ehre

der 

unser Leben 


geschaffen

bewahrt

erlöst

 

ich singe

in Gedanken mit den vielen

die 

mit mir 

gesungen


singen 

werden


Befiehl du deine Wege

und

Laudato si

 

in Gedanken 

schlage ich

die Gitarre 

schnell 

im Takt

 

es kommt 

der Tag


obwohl 


es Abend wird


kommt

der Tag


„…unser armes Lied rühmet dich …“ 


17. Juni

„…und bist des Lichtes Prediger …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 469: 

Christe, du bist der helle Tag

 

wenn du

von Gott 

sprichst


sprich

von IHM

der 

von sich 

gesagt:


Ich bin das Licht der Welt

 

wenn du

von Gott 

sprichst

 

sei

Prediger

des Lichts

 

wenn du

von Gott 

sprichst


sprich von IHM

der als Licht

scheint 

in der Finsternis

und die Finsternis 

hat´s 

nicht ergriffen

 

sei

Prediger

des Lichts

 

wenn du

im Namen Gottes

sprichst

 

zu

den 

Menschen


die

manchmal

nicht 

wissen


wohin


mit 

all der Nacht

              

bringe 

Licht


wenn 


du

von

 Gott 

sprichst


 „…und bist des Lichtes Prediger …“


16. Juni

„…hiermit sollst du gesegnet sein …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 468: 

Ach lieber Herr Jesu Christ, weil du ein Kind gewesen bist


dass 

einer


Gutes 


zu mir sagt


wenn 


ich

mich 

lege

 

ein

„Gute Nacht“

und

„hab dich lieb“

 

ein 

Lied


eine 

Geschichte


und

noch 

eine

 

bis die Augen

schwer 

wie Blei

zu 

Nachte 

fallen

 

ich nur noch 

ahnungsweise 

spüre


die Schritte

die sich 

leise 

wie ein Luftzug

entfernen 

wollen

 

nicht

 

ohne 

zuvor

mit sanfter Hand

die Decke 

glatt 

zu 

streichen

 

du hörst 

dich 

im Halbschlaf 

sagen


„lass die Tür

noch einen Spalt 

weit 

offen“


und


schläfst 

gesegnet 

ein

 

Mutter

Vater

sind bei dir


auch 

wenn sie

lange 

schon 

gegangen


sind dir

in der Erinnerung 

so nah


wie der

der 

dich 

erschaffen

 

ER

schläft 

und 

schlummert 

nicht


birgt dich 

sicher

unter 

seinen 

Fittichen

 

ein Leben lang

wird das 

nicht 

enden


nicht mal

in der 

letzten Nacht


die 

anbricht


vor 


dem 

Morgenglanz 

der 

Ewigkeit


„…hiermit sollst du gesegnet sein …“


15. Juni

„…lass schlafen uns mit Fried und Ruh …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 467: Hinunter ist der Sonnen Schein

 

Nach einem Tag mit Kampf und Last

legst du dich endlich deckst dich zu

hoffst auf ein paar Stunden Fried und Ruh

für Leib und Seele eine Rast

 

aber  im Viereck die Gedanken jagen

all dein Erlebtes klingt noch nach

 du liegst doch Unruh füllt das Schlafgemach

wird höchste Zeit um ein Gebet zu wagen

 

Gott du hast den Sturm zum Schweigen bracht

ich brauch jetzt deine starke Hand

die mich sanft führt in Schlafes Land

schenk mir die Ruhe dieser Nacht

 

du spürst wie sich die Wogen glätten

schließt deine Augen lässt dich fallen

Gott schick deinen Frieden doch zu allen

stell deine Engel um die Betten

 

„…lass schlafen uns mit Fried und Ruh …“

  

 
 
 
 
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